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K.G. "Die Unverwüstlichen von 1908" Nettetal-Breyell Onnert e.V.

Weil es keine Aufzeichnungen aus den Anfangsjahren der Gesellschaft gibt, kann ich nur berichten was mir einige Gründer und ältere Mitglieder der „K.G. Die Unverwüstlichen“ über die Gründung des „Geloag“, erzählt haben. Deshalb kann ich für Namen und Daten keine Garantie übernehmen. Die Namen der Gründer sind im Programm für das Silberjubiläum der „Unverwüstlichen“ schriftlich erwähnt. Diese müssten daher wohl stimmen.
Wie uns bekannt ist, bestanden um die Jahrhundertwende auf dem Onnert mehrere Clubs. So auch ein Gesangverein, die „Einigkeit“. Heute ist es noch so, wo gesungen wird, da ist immer etwas los, und so war es auch auf dem Onnert. (Vermutlich an einem der Karnevalstage des Jahres 1908).
Man hatte sich also an diesem Tag zu einem „verlängerten Frühschoppen“ im Lokal von Leonh. Rameckers getroffen, hatte gesungen und getrunken. Auch über den Karneval wurde gesprochen. So kam es, dass einer davon sprach, ein „Geloag“ zu gründen. Dieser Vorschlag wurde allgemein freundlich begrüßt und schnell von folgenden “Gründern“ in die Tat umgesetzt.
In dem o.a. Dokument stehen folgende 14 Namen: Wilhelm Klaaßen, Winand Terporten, Leonh. Heuhsen, Heinr. Hüskes, Gerhard Pelters, Leonh. Rameckers, Johann Kontzen, Leonh. Ortz, Heinr. Klingen Heinr. Kontzen, Peter Anstötz, Martin Rameckers, Hubert Rameckers, Heinr. Steffens.
Einer von diesen 14 wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. (Ich vermute, dass es Wilhelm Klaaßen gewesen ist, denn er war auch Präsident des Gesangvereins „Einigkeit“ Onnert).
Der Vorsitzende wurde nun beauftragt, eine Versammlung für alle Onnerter Interessenten einzuberufen. In dieser Versammlung wurden viele neue Mitglieder in das „Geloag“ aufgenommen. Eine Statutenkommission wurde gebildet und für die erste Veranstaltung, welche im November 1908 im Saal von Josef Domels stattfand, wurde das „Köningsgeloag“ zusammengestellt. (Die einzelnen Figuren hier vorzustellen würde zuviel werden).
Die „4 tollen Tage“ des Jahres 1909 müssen wohl rauschende Festtage gewesen sein, denn in der danach folgenden Versammlung wurde allen Karnevalisten ein „unverwüstliches Verhalten“ vom Vorstand bescheinigt. Die „Statutenkommission“ legte nun ihren Entwurf vor und als Punkt 1 stand hier: Name der Gesellschaft? Von da an nannte man sich : „Karnevalsgesellschaft Die Unverwüstlichen“ 08 Onnert. (Im Sprachgebrauch blieb es aber bis etwa 1940 bei „et Geloag“). Es wurden weitere Punkte festgeschrieben, die z. T. heute noch bei den „Unverwüstlichen“ Tradition sind.
Der Karneval blühte also auch auf dem Onnert! Es geschah aber auch noch anders! 1910 baute Leonh. Rameckers zu seinem Lokal einen schönen neuen Saal. Von da an trat die Gesellschaft mit ihren Veranstaltungen abwechselnd einmal bei Domels und im nächsten Jahr bei Rameckers auf.
Es gab zu damaliger Zeit viele junge Leute in unserer Sektion, die nicht nur Karneval feiern wollten. Einige von ihnen hatten schon mal ein Fußballspiel gesehen (oder auch selbst schon gespielt) und es wurde der F.C. „Hohenzollern“ 1912, gegründet. Dieser Verein hat auch einige Spiele gemacht. Einer nach dem Anderen meldete sich aber bei dem in Breyell bestehenden „S.V. Union 08“ als Mitglied und Spieler an und „Hohenzollern“ musste nach kurzer Zeit die Segel wieder streichen.
1914 wurde bei den „Unverwüstlichen“ wieder Karneval gefeiert. Es begann der 1. Weltkrieg und damit für die Gesellschaft eine sehr lange Pause. Es dauerte bis zum Jahre 1927 ehe es wieder losging. Der Wirt Leonh. Rameckers verkaufte seinen Besitz an die Eheleute Hußmann. Von diesen wurde schon bald ein Lebensmittelgeschäft eröffnet. Durch den Kontakt mit den „lieben Onnerter Frauen“ wurden auch Gespräche über den Karneval geführt, welche den Anstoß dazu gaben, dass sich die „Unverwüstlichen“ noch im Oktober 1927 in einer Versammlung wieder trafen. Mit Hilfe des Wirten wurde schon im November ein „Kappenabend“ veranstaltet. Und 1928 wurde wieder Karneval gefeiert!
Ein Jahr später begann man wieder wie in altern Zeiten, mit dem Rosenmontagszug und allem was früher Tradition war. Leider wird dieser Rosenmontag wohl der älteren Generation noch in schlechter Erinnerung sein, denn es war wohl der kälteste Karnevalstag den man im gesamten Rheinland erlebt hatte.
In diesem wirtschaftlich so schlechten Jahrzehnt war ja auf allen Gebieten „Schmalhans“ Küchenmeister. Doch es sollte noch schlimmer kommen.
Ab 1933 begann auch bei den Unverwüstlichen die Politik eine Rolle zu spielen. Schon ein Jahr später wurde die Gesellschaft von den neuen Machthabern (und einigen Mitgliedern) unter die Lupe genommen. Ich will auf diese Zeit nicht näher eingehen, denn es lohnt sich nicht. Mir ist aber bekannt, dass die Gesellschaft sich ab 1934 Geselligkeitsclub „Heiterkeit“ die Unverwüstlichen, Onnert nannte.
Eigentlich hätte 1933 das Silberjubiläum der „Unverwüstlichen“ gefeiert werden müssen, doch dieses Fest wurde erst zwei Jahre später 1935 begangen. Aus diesem Jahr besitze ich die gesamten Unterlagen für das aufgestellte „Geloag“, alle Namen der Teilnehmer am Rosenmontagszug, der Gründer, Jubilare und die Namen der teilnehmenden Frauen und Mädchen!
Aus eigenem Erleben ist mir dieser schöne Zug noch in guter Erinnerung. Bis zum Kriegsbeginn 1940 wurde auf dem Onnert trotz aller Streitereien die es gab, weiterhin die Pritsche geschwungen. In dieser Zeit bewahrheitete sich ein uraltes Onnerter Wort, das da lautet: „Et jonze Joahr kieke se sich bloos möt dön Hengerschten aahn, ävver wenn möt Fasteloavend dat Trömmke jeeht, dann sind se all wärr bejeneen“.
Nach dem großen Krieg dauerte es nicht sehr lange bis die Narren sich wieder zusammen fanden. Leider gab es ein Problem: Es gab auf dem Onnert keinen Saal mehr! Der von Hussmann war während des Krieges durch Luftminen zerstört worden und der von Domels brannte kurz nach dem Krieg ab. Wir wanderten aus nach Leutherheide, in den Saal von Josef Dückers. Erster Prinz der „Unverwüstlichen war bei „selbst gebranntem“ Schnaps und bierähnlichem Getränk, („Jca“ genannt), Johann Ketels. In dieser schlechten Zeit hieß der Slogan: „Freud jeeht vör en neu Hemd“.
Einige Jahre später mussten wir wieder umziehen, weil sich in dem Dückerschen Saal ein Textilbetrieb etablierte.
Auch dies konnte die „Unverwüstlichen“ nicht davon abhalten zu versuchen, wenigstens an den Karnevalstagen an die Öffentlichkeit zu treten. Es ging nach Breyell-Markt in den kleinen Saal des „Holländischen Hof“. Hier bezahlten die Mitglieder selbst ihren Obolus, damit nach Karneval alle Unkosten beglichen werden konnten. Aber es wurde „Fasteloavend“ gefeiert.
Ab 1955 hatten wir es geschafft! Es ging über die Brücke nach Lobberich, in den großen Saal der „Köngsburg“, wo Albert Kühn der Wirt war. Hier konnten sich die Narren wieder bewegen, hier wurden große Feste vom Stapel gelassen. Auch unser Goldjubiläum 1958 war ein ganz großer Erfolg für die Gesellschaft. Hier sprach der damalige Bürgermeister der Gemeinde Breyell, Herr Jos. Hoffmanns in seiner Laudatio folgende Worte: „Wenn auch die „Unverwüstlichen“ wegen des Saalmangels nach Lobberich ziehen müssen, so bleibt doch die Gesellschaft ein echter Bestandteil des Beyeller Karnevals. Denn auf dem Onnert wurde schon 1611 Karneval gefeiert und damals wie heute gehört das Onnert zu Breyell“. Prinz war beim „Goldjubiläum“ der langjährige „Gendarm“ der „Unverwüstlichen“ Josef Hüskes.
Im April 1960 übernahmen die Wirtsleute Karl und Grete Peltzer die „Königsburg“ und an dieser Stelle möchte ich mich im Namen der Gesellschaft bei der im Ruhestand lebenden Wirtin für die schönen Feste und die gute Zusammenarbeit in den Jahren bis 1968 recht herzlich bedanken.
Danach wurde das Lokal in mehrere Räume unterteilt und damit für die „Unverwüstlichen“ unbrauchbar. Von 1969 bis 1972 ging die Gesellschaft in das Strandlokal „Quellensee“ um Karneval zu feiern. 1968 wurde der Breyell-Schaager „Gemeinschaftskarneval“ ins Leben gerufen. Hierbei hatte unser Ehrenvorsitzender Herbert Bredenkamp ganz besonderen Anteil.
Die „Unverwüstlichen“ sind eben immer dabei wenn es um Karneval geht, denn auch den ersten Prinzen für den Gemeinschaftskarneval stellte unsere Gesellschaft. Neben den seit langen Jahren stattfindenden „Herrensitzungen“ feierten die Onnerter einige Jahre „nur unter sich“.
Aber auch der Nettetaler Stadtkarneval mit dem Tulpensonntagszug wird in jedem Jahr von den „Unverwüstlichen“ verschönert. Sei es durch Wagen oder Fußgruppen. Mit dem diesjährigen Prinzen Günter stellte unsere Gesellschaft bereits den 4. Stadtprinzen! Das ist wohl eine Anerkennung wert.
Seit 1981 haben wir nun ein neues Domizil gefunden in dem „Haus Brinkmann“ (vorher Haus Wolcken) wo wir unseren „Onnerter Karneval“ feiern, und so hoffen wir,  die Gesellschaft zu einer neuen Blütezeit führen zu können. Hierbei wünschen wir uns die Unterstützung ganz besonders der Breyeller Bevölkerung. Wer gerne einmal im Jahr unter frohen Menschen sein will, den laden wir herzlich zu unseren Karnevalsveranstaltungen ein!
Diesen Auszug aus dem 
Vereinsleben der „KG die Unverwüstlichen 08 Breyell Onnert e.V.“ schrieb für Sie Matthias Bernards.








99 Jahre „Karnevalsgesellschaft KG die Unverwüstlichen 08“

Breyell Onnert e.V. !

Orden 9x11 Jahre